Segeltörns um die kanarischen Inseln

Gran Canaria – Gomera – Teneriffa – La Palma

Übersichtskarte kanarische InselnEin Hauch von Karibik. Gut, keine Korallenriffe, die man beim Mitsegeln vom Schiff aus sieht, aber Musik und Lebensgefühl der Kanaren sind eher karibisch als festland-spanisch. Seit Columbus von hier zum amerikanischen Kontinent startete, haben sich vielfältige Verbindungen nach Südamerika entwickelt.
Die gleichmäßig milden Temperaturen (Wasser und Luft selten unter 20 Grad) machen diese wunderschönen Inseln besonders im Winter zu einem Traumrevier, dass bei einer Segelreise erkundet werden will. Am Rande der Passatzone und inmitten des Golfstromes gelegen, sind die Kanaren ein abwechslungsreiches, rauhes, doch berechenbares Hochseesegelrevier. Grundsätzlich verspricht dies beständige Winde mit bis zu 5 Windstärken, wobei wir auch in diesem Bereich in den letzten Jahren deutliche Veränderungen vermerken. Tage mit schwächeren Winden treten häufiger als früher auf. Zwischen den Inseln kann sich der Wind noch um 1-2 Bft. verstärken. Die Welle des Atlantiks ist höher als die des Mittelmeeres oder der Ostsee. Da die Atlantikwellen aber wesentlich länger sind, werden sie von vielen Menschen besser ertragen.

Die Fockschot auf der Winsch.

Die Fockschot auf der Winsch.

Bei unseren Reisen ab Gran Canaria steht die praktische Segelausbildung im Vordergrund des Törns. Auch AnfängerInnen sind hier willkommen. Wenn die Voraussetzungen mit Sportbootführerschein See und mind. 150 Seemeilen vorhanden sind, kann hier die Praxisprüfung für den Sportküstenschifferschein (SKS) abgelegt werden. Gut wäre in diesem Fall ein umfangreicheres Theoriewissen. Die Theorieprüfung kann allerdings nur in Deutschland abgelegt werden. Wer die Praxisprüfung machen will, muss diese spätestens vier Wochen vorher anmelden.
Auch ohne die praktische Prüfung sind diese Törns ein gutes Training für Newcomer und alte (See)hasen. SeglerInnen mit Segelscheinen können hier eine Art „Skippertraining“ absolvieren.

Möglicher Reiseverlauf
Segeln auf den kanarischen Inseln

Segeln auf den kanarischen Inseln

Ausgangs- und Endhafen der Törns ist Puerto de Mogan (Gran Canaria) – der schönste Hafen der Insel.

Der übliche Reiseverlauf führt uns nach einem Trainingstag, der auch der Schiffsgewöhnung dient, zunächst nach Teneriffa. Nach 48 Seemeilen, bei hoffentlich rauschender Fahrt, können wir die neue Marina in San Miguel im Süden der Insel ansteuern. Sehr sicher ist dieser Hafen und mit guten sanitären Einrichtungen ausgestattet. Ein wenig betrüblich, dass touristische Umfeld. Dies wird von uns nach dem anstrengenden Segeltag aber wohl nicht wirklich wahrgenommen.

Um einiges kürzer stellt sich der nächste Tag dar. Es geht nach Gomera, mit dem in diesen Breiten einzigartigen Regenwald. San Sebastian – die Hauptstadt der Insel – hat ein besonderes Flair: Kleinstädtisch, aber auch sehr weltoffen, ein wenig touristisch, aber überwiegend Kanarisch-spanisch. Außerdem sind hier die sehr schönen, sauberen Duschen nicht zu verachten und die Cocktails im „Kuba“ lassen die Segeltage gemütlich ausklingen.

Der folgende Seeschlag führt uns wieder nach Teneriffa. Auf diesem Abschnitt kreuzen häufig Wale und Delfine unseren Kurs. Überwiegend handelt es sich bei den Walen um Schweinswale, die aus der Ferne zunächst nur durch ihre langsameren Bewegungen von den Delfinen zu unterscheiden sind. Es tauchte vor einigen Jahren aber auch schon einmal ein Orca vor unserem Bug auf. Im Bereich der Kanaren konnten 27 verschiedene Wal- und Delfinarten nachgewiesen werden. Diese – im Vergleich zu anderen Gegenden – große Artenvielfalt erklärt sich dadurch, dass die Kanaren in einem Schnittpunkt zwischen dem kalten, dem gemäßigten und dem tropischen Verbreitungsgebiet der einzelnen Spezies liegen. Wir werden aber kein gezieltes Whale Watching veranstalten, denn wir wollen nicht unseren Winterdepressionen entfliehen, um anderen Lebewesen solche zu bereiten.

Segeln am Wind!

Segeln am Wind!

Der Segeltag wird auch wieder zum intensiven Manövertraining genutzt, bevor wir in die, ebenfalls erst vor kurzer Zeit fertig gestellte, Marina in Las Calletas einlaufen. Der Ort ist sehr nett und nicht zu vergleichen mit den Hochburgen des Tourismus in der Umgebung. Allerdings können Wetterbedingungen uns auch einen nochmaligen Aufenthalt in der Marina San Miguel aufzwingen.

Wir müssen zurück nach Gran Canaria. Eventuell steuern wir den Hafen von Puerto Rico an. In diesem Gebiet, zwischen Puerto Rico und Mogan, wird für einige MitseglerInnen auch die Prüfung abgehalten. Grund genug, dieses Seegebiet ein wenig genauer unter die Lupe zu nehmen und schon einmal den Standort unserer Yacht durch Seitenpeilungen zu ermitteln. Dies wird auf jeden Fall ein Bestandteil der Prüfung sein.
Zur Beruhigung der Kandidaten sei gesagt, dass die Durchfallquote recht gering ist. Unsere Skipper achten aber auch darauf, dass ausreichend geübt wird und die Prüflinge gut vorbereitet sind.

Wer mehr von den Kanaren sehen will, sollte die 14-tägige Reise im Herbst von Lanzarote über Fuerteventura, Teneriffa, Gomera nach Gran Canaria buchen oder den Törn um Weihnachten wählen. Hier können wir eventuell noch La Palma und/oder El Hierro ansteuern.

Alle Törntermine und Preise gbt es hier!

Törninfos zu diesem Revier:
  • Veranstalter: Arkadia Yachtcharter und Segelreisen, Baesweiler
  • Ausgangshafen: jeweils beim Törn angegeben
  • Segelyacht: Gib Sea 472 oder ähnlich
  • Doppelkabinen: 5
  • Kojen: 10
  • Belegung: Mind. 2 bis max. 8 Personen + Skipper/in
  • Check-in: Samstag ab 17.00 Uhr
  • Check-out: Samstag bis 10.00 Uhr
  • Kabineneinteilung: Nur gleichgeschlechtliche Belegung oder Paare
  • Liegegebühren: Auch im Ausgangshafen von der Crew zu entrichten
  • Endreinigung: Durch die Crew
  • Zusatzkosten: An- und Abreise ist nicht im Törnpreis enthalten, Flug kann vermittelt werden
  • Verpflegung: Etwa 150,- Euro pro Woche pro Person, je nach Aufwand
  • Bordkasse: Ca. 50,- Euro pro Woche und Person für Diesel, Wasser, Gas, Hafengebühren usw.
  • Der Skipper wird von der Bordumlage freigehalten und mitverpflegt.

Bitte beachten Sie auch die wichtigen Törninfos!

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