Onlinekurs Bootsführerschein

Lektion: Navigation (nur für See)

Die Arbeit auf der Seekarte ist Teil vom Sportbootführerschein See (beim Binnen wird nicht navigiert!)
Andreas erklärt dir zunächst die Grundlagen anhand der Navigationsaufgabe 1 und danach alle Navigationsaufgaben für die Prüfung ganz ausführlich!

Das Navigationsbesteck haben wir dir im Kurs-Set zusammen mit der Seekarten-Mappe zugeschickt.

In deiner Seekarte solltest du nur dünn mit Bleistift arbeiten, damit du die Aufgaben mehrmals lösen kannst. In der Prüfung müssen die Kurslinien mit Kugelschreiber eingezeichnet werden.

Alle Angaben in der Seekarte kannst du in der Karte1/INT 1, dem Verzeichnis der Abkürzungen und Zeichen nachschlagen. Für die Prüfung sind insbesondere die Tiefenangaben wichtig, diese beziehen sich auf das Seekartennull (SKN) und werden als Kartentiefe bezeichnet. Die Wassertiefe ist normalerweise größer als die Angabe in der Seekarte.

Zusammenfassung der Navigation

Mit der Kursbeschickung oder Kursumrechnung wandelt man den am Kompass abgelesenen Magnetkompasskurs (MgK) in den rechtweisenden Kurs (rwK) für die Seekarte um.

Die Ablenkung gibt den schiffsmagnetischen Einfluss auf den Steuerkompass an, wird in der Praxis einer Deviationstabelle entnommen und ist in der Prüfung immer vorgegeben.

Die Missweisung gibt den Winkelunterschied zwischen dem geografischen und magnetischen Nordpol der Erde in dem Seegebiet an und wird der Seekarte entnommen.
In der Prüfung ist die Missweisung immer entweder 0° oder +1°. Das erklären wir dir in den Videos.

In der Prüfung lautet die Fragestellung meist: „Auf welcher Position befindet sich das Schiff nach Koppelort?“ bei gegebener (Fahrt=Geschwindigkeit). Dabei ist für dich wichtig, dass sich der Koppelort Ok immer auf deiner bereits eingezeichneten Kurslinie (rwK) befindet.

Beachte: In der Prüfung darf kein Taschenrechner verwendet werden.

Zur Ermittlung einer genauen Position macht man meist eine Peilung. Peilen ist das Feststellen der Richtung eines bekannten feststehenden Objektes durch Winkelmessung, also hinschauen über den Peilkompass und die ermittelte Peilung in eine rechtweisende Peilung umrechnen.

Trägt man die rechtweisende Peilung in die Seekarte ein, erhält man eine Standlinie. Der Schnittpunkt zweier Standlinien ist der beobachtete Ort (Ob), also der genaue Schiffsort.

Die Besteckversetzung (BV) ist die Versetzung des Bootes durch Wind und/oder Strom. Die BV wird vom Koppelort Ok zum beobachteten Ort Ob in Richtung und Distanz angegeben.
Dabei müssen Ok und Ob zum gleichen Zeitpunkt ermittelt sein und der Ok liegt immer auf dem rwK und der Ob wurde meist durch Peilung ermittelt.

Alle Navigationsaufgaben zum Mitarbeiten

Die einzelnen Navigationsaufgaben werden von Andreas in den folgenden Videos erklärt. Zur Lösung benötigst du das Navigationsbesteck und das Heft mit den Seekarten!

Navigationsaufgabe 1

Navigationsaufgabe 2

Navigationsaufgabe 3

Navigationsaufgabe 4

Navigationsaufgabe 5

Navigationsaufgabe 6

Navigationsaufgabe 7

Navigationsaufgabe 8

Navigationsaufgabe 9

Navigationsaufgabe 10

Navigationsaufgabe 11

Navigationsaufgabe 12

Navigationsaufgabe 13

Navigationsaufgabe 14

Navigationsaufgabe 15


Wiederholungsfragen Navigation

Welche amtlichen nautischen Veröffentlichungen geben Aufschluss über das Fahrtgebiet?

Seekarten, Leuchtfeuerverzeichnis, Seehandbücher, Gezeitentafeln oder -kalender, Jachtfunkdienst, Nachrichten für Seefahrer (NfS), Bekanntmachungen für Seefahrer (BfS).

Wovon sollte man sich vor Gebrauch einer Seekarte überzeugen?

Dass die Karte auf den neuesten Stand berichtigt ist.

Wo findet man Bedeutungen und Erläuterungen zu Zeichen, Abkürzungen und Begriffen in deutschen Seekarten?

In der INT1/Karte 1.

Was versteht man unter einer Seemeile und wie lang ist eine Seemeile (in Metern)?

Die Länge einer Bogenminute auf einem größten Kreis der Erdkugel, 1.852 m.

Woraus entnimmt man die Magnetkompassablenkung?

Aus der für das betreffende Schiff aufgestellten Deviationstabelle.

Wie erhält man eine Standlinie?

Durch die Peilung eines bekannten feststehenden Objektes und Eintragung der rechtweisenden Peilung in die Seekarte.

Was versteht man unter einem Koppelort?

Schiffsort, der unter Berücksichtigung der gesteuerten Kurse und zurückgelegten Distanzen und aller vorhersehbaren Einflüsse rechnerisch und zeichnerisch ermittelt wird.

Was versteht man unter Ebbe?

Das Fallen des Wassers vom Hochwasser zum folgenden Niedrigwasser.

Was versteht man unter einer Tide?

Der Zeitraum zwischen einem Niedrigwasser und dem nächstfolgenden Niedrigwasser.

Was versteht man unter „Tidenhub“?

Unterschied zwischen den Höhen des Hoch- und des Niedrigwassers.

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